Die U2- U3 Betreuung

 

Im August 2013 eröffneten wir im Familienzentrum St. Michael unsere erste U2-U3 Gruppe.
Damals waren wir die erste Einrichtung in Bockraden, die eine Betreuung für Kinder unter 2 Jahren angeboten hat.
Seitdem wurden einige Mitarbeiter für diesen Bereich geschult und wir entwickeln uns in der pädagogischen Arbeit mit den kleinsten stetig weiter.

 

Seit August 2019 hat das Familienzentrum St. Michael sich um zwei Gruppen erweitert. Diese beiden Gruppen befinden sich als Außengruppen in der Oyenhausenstraße 83. Dies ist Fußläufig vom Hauptgebäude der Einrichtung nur ein paar Minuten entfernt.

Unsere sogenannten Nestgruppen sind außschließlich für die U3 und die U2 Betreuung vorgesehen. Aktuell befinden sich dort 27 Kinder im Alter von 0-3 Jahren in zwei Gruppen.

Das Spatzennest und das Kükennest sind mit geeignetem Mobiliar und altersgerechtem Spielmaterial ausgestattet worden. Zudem sind alle Räumlichkeiten speziell für diese Gruppenform gestaltet worden.
Zu den Räumlichkeiten gehören zwei Gruppenräume mit einem dazugehörigen Nebenraum, ein Speiseraum mit Küchenzeile, eine Turnhalle, zwei Ruheräume, ein kleines Büro, ein Wickelraum, ein Waschraum, Erwachsenentoiletten und Putzraum. Zudem gibt es einen kleinen Außenbereich mit Rutschburg, Sandkasten, Nestschaukel und genug Platz, um mit ersten Fahrzeugen rumzufahren.

 

Elternarbeit und Eingewöhnungsphase

Die U2- und U3 Betreuung ist ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit, indem die Elternarbeit einen hohen Stellenwert bekommt.

Eine enge Kooperation zwischen Eltern und Erzieher/innen ist besonders wichtig, um die Basis der Eingewöhnung zu legen.

Daher bieten wir im Vorfeld ein Gespräch im Kindergarten oder ein Hausbesuch bei der Familie, mit der zukünftigen Bezugserzieherin, an.
In diesem Gespräch werden Vorlieben, Rituale und Lebensgewohnheiten der Kinder besprochen, damit die Erzieher/innen die Persönlichkeiten der Kinder kennen lernen. So kann die Eingewöhnung gut vorbereitet werden und die Erzieher/innen können einen ersten Kontakt zu den Kinder in der gewohnten und vertrauten Umgebung knüpfen.

Termine für diese Gespräche werden am "Begrüßungsabend für die neuen Eltern" gemacht, nachdem sich die Eltern und die zukünftige Erzieher/innen schon etwas kennen lernen konnten.

Die Eingewöhnungsphase beginnt dann nach den Sommerferien in der jeweiligen Gruppe. In der Arbeit mit den kleinsten bekommt die Eingewöhnung eine besondere Beachtung, denn eine gute Eingewöhnung ist die beste Voraussetzung für eine positive frühkindliche Entwicklung des Kindes !

Aus diesem Grund arbeiten wir angelehnt an das "Berliner Eingewöhnungsmodell". In diesem Modell findet die Eingewöhnung stundenweise in Begleitung der Eltern statt, geht über langsames Herausziehen der Bezugsperson in den Flur oder das Elterncafe der Einrichtung, bis hin zur endgültigen Verabschiedung von Mama oder Papa.

 

Die Trennungsphase

Die Trennung sollte in einem schonenden Übergang statt finden. Dafür ist es wichtig, dass die Kinder eine intensive und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Bezugserzieher/innen aufbauen können. Deswegen nehmen sich die Erzieher/innen in den ersten Tagen viel Zeit für die einzelnen Kinder. Damit die Erzieher/innen aber überhaupt eine Chance haben, an die Kinder heran zu kommen, sollten sich die Eltern passiv Verhalten und nur als sichere Basis für ihr Kind da sein.
Unsere Grundhaltung ist: Die Eingewöhnung wird individuell an das einzelne Kind angepasst ! Jedes Kind bestimmt das eigene Tempo der Trennungsphase !

Wir möchten den Kindern so wenig negative Erfahrungen wie möglich zumuten. Somit ist es unabdingbar auf die Signale, das Befinden und die Gefühle des einzelnen Kindes zu achten und daraus weitere Schritte der Eingewöhnung zu planen und durchzuführen.

 

"Das Gras wächst nicht scheller, wenn man daran zieht."

~afrikanisches Sprichwort~