Um ein Kind zu erziehen,
braucht es ein ganzes Dorf.

 

Diese afrikanische Sprichwort ist der Leitgedanke unseres Familienzentrums, um Eltern und Familien bei  ihrer anspruchsvollen Aufgabe, Kinder zu erziehen,  zu unterstützen. Unser Familienzentrum bietet:

  • Kindertageseinrichtung „plus“ mit zusätzlichen Angebote in den Bereichen:
    • Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien
    • Familienbildung und Erziehungspartnerschaft
    • Kindertagespflege
    • Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Es finden unterschiedlichste Angebote für Familien in dem Familienzentrum oder in den Räumen der Kooperationspartner statt. Die Termine werden durch Flyer, die Presse, Informationswand und dieser Webseite bekannt gegeben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Konzeption

Eine Konzeption kann immer nur eine Momentaufnahme widerspiegeln. Sie entwickelt sich mit den Familien, deren Kinder unsere Einrichtung besuchen und muss sich den wechselnden Bedürfnissen anpassen. Wir wollen uns gemeinsam mit dem Elternbeirat dieser Herausforderung stellen.

Unser Gruppenkonzept

In unserer Einrichtung werden Kinder im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt in 5 Gruppen betreuut. 

 

  

Gruppenform I :           20 Kinder im Alter von 2 Jahren bis zur Einschulung
Gruppenform II :10 Kinder im Alter von 4 Monaten bis 3 Jahre
Gruppenform III:25 Kinder im Alter von 3 Jahren bis zur Einschulung

 

Partnergruppen GF I:

Wolkengruppe       20 Kinder,Inklusionsgruppe für Kinder mit und

                              ohne Behinderung

Sternengruppe       20 Kinder

 

Partnergruppen GF III :

Sonnengruppe       21 Kinder, Inklusionsgruppe für Kinder mit und

                              ohne Behinderung

Blumengruppe       21 Kinder

 

Nestgruppe GF II

Regenbogengruppe   

12 Kinder, die Nestgruppe befindet sich in ruhiger Atmosphäre

und überschaubarer Größe im „Alten Kindergarten“.

 

 

 

 

Betreuung

Durch die Bedarfsermittlung werden die Öffnungszeiten jährlich überprüft und ggf. angepasst. Der Betreuungsumpfang des einzelnen Kindes richtet sich nach dem Bedarf der Familie. Die Eltern entscheiden sich für die Betreuungszeit von 25 Std., 35 Std. oder 45 Stunden innerhalb der Öffnungszeiten. Bei zusätzlichem Betreuungsbedarf unterstützen wir die Familien durch die Kooperation mit der Tagesmüttervermittlung des Sozialdienstes kath. Frauen.Jedes Kind gehört einer festen Gruppe an. Im Haupthaus arbeiten jeweils zwei Gruppen als Partnergruppen zusammen. Auf Partnergruppenebene werden gemeinsame Projekte und Aktivitäten entwickelt. Bestimmte Schwerpunktbereiche werden räumlich gemeinsam genutzt. Ebenso unterstützen sich die Partnergruppen gegenseitig in Vertretungsfällen, so dass den Kindern die Erzieherinnen bereits bekannt sind. Auch in den anderen Räume des Kindergartens können die Kinder spielen. Jedes Kind entscheidet selbst, wann es sich auf den Weg aus dem bereits vertrauten Bereich macht. Benötigt ein Kind anfänglich noch die Begleitung, wird sie von einer vertrauten Erzieherin gewährleistet.

Unser Auftrag

Erziehung - Bildung - Betreuung

 

Oft ist die Kindertageseinrichtung für das Kind der erste Lebensraum außerhalb der Familie. Hier macht es die ersten Gruppenerfahrungen. Es lernt, seine Bedürfnisse mit den Bedürfnissen der anderen Kinder abzustimmen und mit seiner Individualität die Gemeinschaft mitzugestalten. Kinder lernen spielend - mit Kopf, Herz und Hand. Auf der Grundlage einer wertschätzenden Beziehung finden sie bei uns die notwendigen Voraussetzungen, um sich unter Berücksichtigung ihrer individuellen Lernstrategien ganzheitlich und in allen Bildungsbereichen weiterzuentwickeln. Durch altersbezogene Bildungsangebote im Alltag und bei Projekten berücksichtigen wir die Förderung der Kinder unterschiedlicher Altersgruppen.

Eingewöhnung

Kleine Gipfelstürmer brauchen eine sichere Basis

 

Damit die Kinder von einer sicheren Basis aus neue Gipfel im Kindergarten erstürmen können, ist die Eingewöhnungsphase für Kinder, Eltern und Erzieherinnen ein wichtiger Ausgangspunkt. Um gute Voraussetzungen zu schaffen, ist eine individuelle und an das Kind angepasste Eingewöhnungsphase wichtig. Sie bildet die Basis, auf die die gesamte Kindergartenzeit aufbaut und ist somit eine sehr wichtige und gut investierte Zeit. Mit einer guten Bindung zur Erzieherin und der notwendige Sicherheit sind die Kinder frei, um sich auf Neues einlassen zu können und Spielangebote- und somit Bildungs-angebote wahrnehmen zu können. Darum findet die Eingewöhnungsphase in enger Zusammenarbeit mit und in Begleitung durch Eltern anhand des „Berliner Modells“ statt. Bei den älteren Kindern, die bereits „Loslöseerfahrungen“ haben und sich gut von den Eltern trennen können, lehnen wir die Eingewöhnungsphase an das „Berliner Modell“ an. Die Kinder, die mit drei Jahren von der Nestgruppe ins Haupthaus wechseln, wer-den schon im Vorfeld von den Erzieherinnen auf den Übergang vorbereitet. Für die Eltern steht also keine zweite Begleitung der Eingewöhnungsphase an.

 

Hier finden unser detailiertes Eingewöhnungsmodell

Partizipation

Entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention, der EU-Grundrechtecharta und dem Kinder- und Jugendhilfegesetz, haben auch Kinder und Jugendliche ein Recht auf Teilhabe. Die Kinder machen bei uns erste Erfahrungen mit Partizipation. Sie werden bei der Auswahl und Gestaltung der Bildungsangebote und Projekte einbezogen. Sie entscheiden, für welche Bildungsangebote sie sich interessieren und wann sie daran teilnehmen. Auch in der Gestaltung des Alltags werden die Kinder im größtmöglichen Rahmen einbezogen. Gleichzeitig gehört zur Partizipation die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der anderen. Das Recht auf eigene Bestimmung endet dort, wo das Recht anderer beschnitten wird. So lernen die Kinder zum einen schon früh für sich zu sorgen und gleichzeitig Rücksichtnahme und demokratisches Verhalten.

Übermittagsbetreuung

Die Kinder essen gemeinsam in ihren Gruppen. Dabei werden die Kinder, je nach Anzahl der Anmeldungen für den Tag von 1-3 Erzieher/innen betreuut. Wir legen viel Wert, auf ein gemütliches und geselliges Mittagessen, bei dem auch die Zeit für Gespräche nicht fehen darf.Zur Zeit beziehen wir unser Essen von Haus St. Hedwig in Ibbenbüren-Püsselbüren. Das Essen ist regional, wird täglich frisch gekocht und kommt dann in Wärmebehältern bei uns an.

Haus der kleinen Forscher

Als zertifiziertes „Haus der kleinen Forscher“ bieten wir den Kindern im Alltag Experimente aus naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen, themenbezogene Projekte und Familien-Forscher-Nachmittage an.

Inklusion

Seit 1997 betreuen wir Kinder mit Behinderung oder von Behinderung bedrohte Kinder in unserer Einrichtung. Dadurch wird den Kindern ermöglicht, soziale Kontakte in ihrem Wohnumfeld aufzubauen und zu erhalten. Für alle Kinder und auch für die Erwachsenen wird durch die Inklusion ein ungezwungener und natürlicher Umgang miteinander selbstverständlich. Sie erfahren, dass Behinderung nicht nur Rücksichtnahme erfordert. Im alltäglichen Umgang werden ebenso die Stärken eines jeden deutlich. Jedes Kind bereichert in seinem Maße und durch seine Individualität die Gemeinschaft. Ärztlich verordnete Therapien können in der Einrichtung durchgeführt werden. Zusätzlich finden Therapie unterstützende Maßnahmen statt. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und heilpädagogischem / pädagogischem Fachpersonal unter Einbeziehung der Eltern wird zur zielgerichteten Förderung der Kinder genutzt.

Katholisches Profil

Die christliche Bildung und Erziehung spiegelt sich in unserem Kindergartenalltag wieder. Deutlich wird das z.B. in der Atmosphäre unseres Kindergartens, der Sozialerziehung und in der Integration von Kindern verschiedener Herkunft und Religionen sowie von Kindern mit und ohne Behinderung. Biblische Geschichten, Lieder, Spiele, Meditationen und Gebete in unterschiedlichsten Formen werden mit in den Alltag hinein genommen. Höhepunkte im Kindergartenjahr sind u.a. die Feste im Kirchenjahr. Wir nehmen aktiv am Leben in der Pfarrgemeinde teil. Durch Vorbereitung von Familiengottesdiensten, des St. Martinfestes, Teilnahme an Festen in der Gemeinde sowie Austausch und gemeinsame Aktionen mit verschiedenen Gemeindegruppen bauen wir auf ein lebendiges Miteinander.

Lernen im Alltag

Einige Beispiele aus dem Alltag machen deutlich, was Ihr Kind spielerisch lernt:

 

☺bei Gesellschaftsspielen: Umgang mit Regeln, Konzentration, Sozialkompe- tenz, Farben, zählen...

☺in der Bauecke: natürliche Grenzerfahrung und Kenntnisse aus dem Bereich Statik, Geometrie, Mathematik (wie hoch kann ich den Turm bauen, ohne dass er umfällt? Welche Formen haben Turm und Material? Wie ist das Ver hältnis von Material und Größe?)

☺im Kreativbereich: Kreativität, Feinmotorik, Kenntnisse von Materialeigen- schaften...

☺in der Bücherecke: Sachkenntnisse, Wortschatzerweiterung, Grammatik, Bezüge, Fantasie...

☺in der Bewegungsbaustelle und auf dem Spielplatz: Motorik, Sozialverhalten, Selbsteinschätzung- und wahrnehmug, physikalische Kenntnisse (Kraft, Schwerkraft, Rotation), Materialkenntnisse (der Stock steht besser in nassem Sand), Biologie (Beobachtung von Tieren, Wachstum der Pflanzen), Wertschätzung der Schöpfung und achtsamer Umgang mit Pflanzen und Tieren. 

Sprache

Sprache ist das Tor zur Welt. Deshalb nimmt die Sprachbildung einen hohen Stellenwert ein. Die Kinder lernen durch ihr Tun Begriffe und Umschreibungen, indem sie und die Erzieherinnen die Aktivitäten sprachlich begleiten. Die Kinder erweitern dadurch nicht nur ihren Wortschatz, sondern verbinden damit Sinneserfahrungen und Gefühle, die das Einprägen der Wörter unterstützen. Durch das sprachliche Vorbild und die Kommunikation wird neben dem Wortschatz auch die Grammatik erlernt. Zusätzlich werden gezielt geplante Bildungsangebote (z.B. Bilderbuchbetrachtungen, Gespräche in Kleingruppen, Verse und Lieder, Sprach- und Hörspiele, Bewegungsan-gebote) durchgeführt, um die Kinder in ihrer Sprachentwicklung zu fördern.

Bildungsdokumentationen

Wir dokumentieren den Entwicklungs- und Bildungsverlauf der Kinder anhand von Portfoliomappen, Protokollen der Entwicklungsgespräche mit den Eltern und dem Sprachentwicklungsbogen „BaSik“. Die Dokumentation darf nur mit Einwilligung der Eltern erstellt werden. Alle Dokumentationen werden den Eltern ausgehändigt

Erziehungspartnerschaft

Es ist uns wichtig, unsere Arbeit nach den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien auszurichten und dabei ihre persönliche Lebenssituation zu berücksichtigen. Darum ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern ein wichtiger Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit.

 

Was heißt das konkret?

  • Ein kurzer Austausch über das Kind findet beim Bringen und Abholen statt.
  • In geplanten Elterngesprächen, z.B. am Elternsprechtag, tauschen wir uns ausführlich über die Entwicklung (z.B. anhand des Portfolios) des Kindes aus.
  • Hospitationen ermöglichen einen Einblick in den Kindergartenalltag.
  • Wir bieten Elternnachmittage und -abende zu verschiedenen Themen an, die für unsere Kindergartenfamilien aktuell sind.
  • Im Rat der Tageseinrichtung vertritt der Elternbeirat die Interessen der Eltern.

Qualität sichern

Um die Qualitätssicherung der pädagogischen Arbeit und der zusätzlichen Angebote des Familienzentrums zu gewährleisten, werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Qualitätsmanagement QualiCa „Zweites Steinfurter Qualitäts-Management“
  • Weiterentwicklung des Qualtitätshandbuches
  • Regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiterinnen
  • Zusammenarbeit und Beratung mit Fachleuten verschiedener Disziplinen
  • Orientierung an den Bedarfen im Sozialraum , z.B. durch Zufriedenheits- undBedarfsabfragen.

Zusätzliche Angebote für alle Familien aus dem Sozialraum

Als Familie zu leben und  Kinder zu erziehen ist eine große Bereicherung für Eltern, Großeltern und alle, die in dieses Erlebnis eingebunden sind. Es ist eine einmalige, besondere und vor allem schöne Erfahrung, Kinder aufwachsen zu sehen und ihre Entwicklung zu beobachten. Erziehung ist jedoch kein Kinderspiel - und die Rahmenbedingungen in Familie und Gesellschaft machen es den Familien nicht immer leicht, dieser Aufgabe gerecht zu werden. Familien brauchen gute Rahmenbedingungen und Unterstützung, um diese wichtige Aufgabe zu meistern.
Neben dem originären Auftrag der Tageseinrichtung (Betreuung, Erziehung, Bildung) für Kinder halten wir als Familienzentrum in Zusammenarbeit  mit verschiedenen Kooperationspartnern unterschiedlichste Angebote für alle Familien aus unserem Sozialraum (Grundschulbezirk Ludwig und Johannes Bosco) vor.  Alle Angebote können also auch von Familien genutzt werden, deren Kindern nicht unsere Tageseinrichtung besuchen.
Ziel des Familienzentrums ist es, Familien bei ihren wichtigen und vielfältigen Aufgaben zu unterstützen und zentraler Anlaufort für alle Fragen rund um die Familie zu sein. Dabei werden folgende Bereiche besonders in den Blick genommen:

 

Bildung

 

☺ Elternveranstaltungen zu Erziehungsthemen, z.B. Sprachentwicklung, Geschwisterstreit

☺ Elternkurse und Eltern-Kind-Kurse zu Gesundheitsthemen (Erste Hilfe, Entspannung, Ernährung…)

☺ Familien-Aktionen, z. B. Exkursion in den Steinbruch, Kanutouren, Besichtigungen

☺ regelmäßige Kurse für Kinder, z.B. Musikschule, Englich

☺ zeitlich begrenzte Kurse für Kinder, z.B. Naturkurs

☺ weitere Angebote für Erwachsene zu unterschiedlichen Themen


Einige Angebote sind kostenlos, für andere müssen wir Preise berechnen. Wir möchten aber jeder Familie ermöglichen, an den Bildungsangeboten teilzunehmen. Eine Ermäßigung oder vollständige Kostenübernahme ist darum bei Bedarf möglich.

 

Beratung

 

fachliche, vertrauliche und kostenlose Beratung


 ☺ Offene Sprechstunde der Erziehungsberatungsstelle - auch für „die kleine Anfrage“ um Probleme gar nicht erst groß werden zu lassen, z.B. Schlafen,Essen,          Trotzphase, Hausaufgaben...

☺ Sprechstunde der Kurberatung (Informationen, Hilfe bei Antragstellung und   Widerspruch)

☺ Beratungsvermittlung bei Finanzproblemen

☺ Beratungsvermittlung zu Ehe-, Familien-, Lebensfragen

 

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

 

☺ Bedarfsorientierte Öffnungszeiten

☺ Beratung und Unterstützung bei Betreuungbedarf außerhalb der Öffnungszeiten, z.B. bei Schichtdienst, Wochenenddienst….

☺ Zusammenarbeit mit der Kindertagespflege in unserer Einrichtung

 

Hilfe zur Selbsthilfe

 

☺ Informationen zu Selbsthilfegruppen vor Ort

☺ Kreuzbund


Das aktuelle Angebot des Familienzentrums und nähere Informationen dazu können Sie unserem Programmheft und dieser Homepage entnehmen.


Wir hoffen, Ihnen mit den Angeboten unseres Familienzentrums bei Ihren Aufgaben rund um die Familie die gewünschte und notwendige Unterstützung zu geben. Wir freuen uns, wenn wir Sie bei uns begrüßen dürfen.

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Wir arbeiten mit verschiedenen Fachleuten und Gremien zusammen, um das einzelne Kind mit seiner Familie zu unterstützen und ebenso das Gemeinwohl zu fördern.